Reutlinger Sommertheater

11. Juli bis 4. August 2019

Frankenstein

nach dem Roman von Mary Shelley
in einer Fassung von Heiner Kondschak

Der junge Wissenschaftler Victor Frankenstein, der auf seiner Suche nach dem menschlich Möglichen das Unmögliche vollbringt, erschafft letztlich eine menschenähnliche Kreatur mit immensen Kräften. Doch dann erschrickt er selbst vor diesem Wesen, das doch tatsächlich ein Eigenleben entwickelt und weigert sich entsetzt, Verantwortung für seine Schöpfung zu übernehmen. So entkommt der riesenhafte Mann - kaum zum Leben erwacht - der Obhut seines Schöpfers und versucht sich ohne jegliche Vorkenntnisse über das Leben durchzuschlagen. Wegen seiner bescheidenen Ansprüche funktioniert das zunächst auch recht gut, wenn er nur nicht von wachsender Sehnsucht nach Gesellschaft geplagt würde. Doch überall wo er Menschen begegnet, fliehen diese panisch vor ihm. Schließlich wendet er sich verzweifelt mit der sehnlichen Bitte um Gesellschaft in Form einer Gefährtin an seinen Schöpfer. Doch dieser hat inzwischen die Gefahr, die von diesem Individuum mit seinen übermenschlichen Kräften ausgeht, erkannt und weigert sich, diesem zukunftsträchtigen Wunsch zu entsprechen: selbst als ihn sein Monster erpresst und ihn und seine Liebsten in Lebensgefahr bringt, will er nicht nachgeben, ist ihm doch die fatale Tragweite seines Wirkens letztlich auf besonders schmerzhafte Art deutlich geworden.

Diverse Grusel-Filme und -Erzählungen haben Mary Shelleys menschengeschaffenes Monster scheinbar unsterblich gemacht. Doch die wirkliche Geschichte in ihrer ganzen Poesie, Vielschichtigkeit und Tiefe, in der nicht nur die Ängste der Menschen, sondern auch sehr nachvollziehbar die des künstlich geschaffenen Wesens dargestellt werden, kommen darin häufig nur am Rande vor. In Heiner Kondschaks neuer, extra für das Tonne-Sommertheater geschriebener Version mit Elementen des Erzähltheaters und dem dank zweier versierter Schlagzeuger live erzeugten Soundtrack wird diese großartige Geschichte, auch um die Liebe des jungen Wissenschaftlers, um Verantwortung, Mitleid und Ausgrenzung auf die Bühne im Spitalhof gebracht.

Regie: Heiner Kondschak

Premiere: Do 11.07.19, open air im Spitalhof (bei schlechter Witterung Tonne 1, Jahnstraße 6)

Weitere Vorstellungen:

Sa 13., So 14., Mi 17., Do 18., Fr 19., Sa 20., So 21.,Mi 24., Do 25., Fr 26., Sa 27., So 28., Mi 31.07.

Do 01., Fr 02., Sa 03., So 04.08.

Sa 03.08. und sonntags 18.00 Uhr, sonst 20.00 Uhr


>> weitere Infos unter: www.theater-reutlingen.de